German and Japanese Language

 

Thema

Die Änderung und das Fortlaufen von Farbe und Formen ohne Begrenzungen interessieren mich sehr. Inspiriert durch die scheinbare Grenzenlosigkeit des Universums im Gegensatz zu meiner eigenen Endlichkeit begann ich, weiche, organische Formen ohne klare Ecken und Kanten zu malen. Als Endlichkeit beschreibe ich Formen von Alltagsgegenständen oder willkürlich ausgewählte Bilder aus den mir zur Verfügung stehenden Trilliarden an Motive aus dem Internet.

Form ist alles. Form ist überall. Farbe folgt der Form und die Form folgt der Farbe. Es ist eine besondere Art des Denkens, alles in der Welt erfasste, darauf herunterzubrechen. Es mag vielleicht wie die Erforschung des Ursprungs der Wahrnehmung im Kontext der Malerei klingen. Für mich ist es eher meine alltägliche Sehgewohnheit.

 

Symbole und no name Material

In unserer Gesellschaft gibt es viele Symbole: Emojis, Smileys, Katzen, Bananen, Äpfel, Wolken, Toilettenschilder, Altersgrenzen, Stoppschilder usw. Es mag sein, dass in einer anderen Kultur diese Symbole eine andere Bedeutung und Geschichte haben oder vielleicht auch keinen Sinn ergeben. Die Auseinandersetzung mit etwas so spezifisch menschlichem finde ich interessant. 

Ich wurde bei meinen jüngeren Arbeiten durch verschiedene Bilder, Stempel, Gif Graphik aus dem Internet, SMS und Fotos inspiriert. Ich nenne diese Ideenquellen „no name Material“. Sie gleichen Konsumgütern, von denen jeden Tag immer mehr produziert werden.

Heutzutage weiß jeder, dass Katzen, wie auch Pornografie oder Baby Videos, ein Motiv der sogenannten Populärkultur sind. Sie sind kuschelig, süß, witzig und unschuldig. Niemand kann das kontrollieren, aber so entwickeln sich Symbole in unserer Gesellschaft.

 

Gott, Buddha, Jesus, etwas Heiliges

Mich interessiert allgemein die Antwort einer Religion. Etwas nicht beweisen zu müssen, sondern zu glauben.

Als Kind wohnte ich neben einem Shinto Schrein und habe jeden Tag mit Freunden dort gespielt. Der Boden war aus Sand, hinter dem Schrein gab es ein paar Büsche und Bäume und wir sind immer auf dem Schrein oder dem Eingangstor herumgeklettert. Es war ein geschützter Ort für uns Kinder und wir fühlten uns sehr wohl dort. Für uns war es wie ein „Hauptquartier“, ein zentraler Versammlungspunkt.  Idyllisch und ruhig. Das Unangenehmste, was jemals dort passiert ist, war Katzenkot, den wir im Sand gefunden haben.

 

Meine Familie ist buddhistisch.  Ich bin aber nicht wirklich buddhistisch oder shintoistisch (Shinto ist eine Art der japanischen Religion, die Götter sind in allen drin, überall.). Als ich meinen Wohnort in Berlin angemeldet habe, fragte mich ein Mitarbeiter, welche Religion ich habe. Ich war überrascht und antwortete spontan: „Eh? Ich weiß nicht, aber vielleicht Buddhismus, oder?” Ich hätte auch shintoisitsch sagen können, denn wahrscheinlich habe ich mehr Zeit auf dem Grundstück eines shintoistischen Schreins verbracht als ich bei buddhistischen Zeremonien anwesend war.  

 

Obwohl ich keine feste Religionszugehörigkeit habe, mag ich es, Tempel, Schreine, Kirchen, Moschee oder andere sakrale Orte zu besuchen, weil es dort besonders ruhig ist und irgendwie es immer einen besonderen Geruch gibt. Das Gleiche gilt auch für Museen oder Galerien, die ich ebenso schätze, weil sie immer etwas stilles, beruhigtes an sich haben – im Gegensatz zu der lauten Welt, die uns umgibt.

 

In meinen Arbeiten habe ich manchmal religiöse oder spirituelle Symbole verarbeitet. Das sollte tatsächlich eine Mischung aus Buddhismus, Shinto, Christlich oder einer unbestimmten „Heiligen Sache“ sein. Als ich einmal in Berlin eine Kirche besucht habe, habe ich dort ein Kreuz gesehen, das, wenn man es von der Seite angeschaut hat, aus zwei hintereinander angeordneten Formen bestand, die erst aus einem bestimmten Blickwinkel ein Kreuz ergaben. Ich war ich begeistert, weil ein Kreuz doch eigentlich nur eine geschlossene Form ist.    

 


 

コンセプト

 

私は、変化・連続していく色彩、制限のない形に興味があります。宇宙の無限の広がりと自身の有限性にインスピレーションを受け、柔らかで有機的な形を描き始めました。有限を表現する方法として、私が日常生活で目にする静物や、インターネットで無作為に目にする無数の画像などを描写しています。

 

形は全て・形はいたるところにあふれてます。色は形を追い、形は色を追います。見たものを絵画的に把握し、それを独自の色と形に置き換えて表現しています。これは絵画の文脈から知覚の起源を探求・研究することのように聞こえるかもしれません。私にとって、絵を描くこと・陶芸で形を作ることは日常で目にしたことや考えを表す習慣です。